Jahresrückblick 2009


Januar:

Am Anfang des Jahres war ich voller Tatendrang, ich hätte mir kaum vorstellen können glücklicher zu sein. Ich hatte seid Ende letzten Jahres ein neues Pferd, mit dem ich den Winter über stark Trainiert hatte und mit dem ich mir vorgenommen hatte 2009 in A & L Dressuren alles ab zu räumen was nur möglich ist und das von mir, als eigentlich bekennender Springjunkie und Kringelreiterverachter...

Dazu kam das ich seid dem Frühjahr'08 endlich Besitzer eines kleinen wundervollen und bezauberndem Jack Russelterriers war, dieses Geschöpf hat mein Leben bereichert wie niemand zuvor.

Dazu kam das ich eine Ausbildungsstelle hatte, seid Oktober 08 ging ich auf einer Privatschule zur Ausbildung, für Rettungsassistenz.

Konnte man den Glücklicher sein? Ja mit einem Mann an der Seite , aber das war nicht das elementar entscheidende, ich war auch ohne glücklich.

Ein Pferd, ein Hund, eine Ausbildungsstelle und somit die Aussicht auf eine gute Zukunft, was will man den mehr? Ich war bereit Bäume aus zu reißen und wollte jeden Tag mehr lernen und mehr sehen und konnte mich nicht entscheiden wo ich den mehr Zeit verbringen wollte, in der Schule wo ich frisch gewählte Klassensprecherin war und mit der Stoff erschreckend einfach und interessant vor kam, oder im Stall mit meinem Hund und mit meinem Pferd um weiter zu üben?! Sogar erste Mannschaftsturnier mit mit und meiner Prinzessin wurden geplant, wir waren ein tolles Team.

Egal, bei beidem, ich wollte alles erreichen, mein Traum vom Eigenständigem Leben, mit Zukunft eigenem Geld und eigener Wohnung war in keine all zu große Ferne mehr gerückt, ich freute mich und 2009 ließ ich so viel der Altlasten hinter mir, 2009 sollte MEIN JAHR werden!!!

                        

Februar:


Im Februar begann das Klinikpraktikum was Teil der Ausbildung war, da die Klinik allerdings nicht gerade um die Ecke war, beschloß ich für die 14 Wochen zu meiner damaligen ,,wieder“ besten Freundin zu ziehen. Ich hatte von Anfang an meine Zweifel da wir praktisch gerade erst wieder zueinander gefunden hatten nach einiger Funkstille, aber sie überzeugte mich mit Argumenten wie, ,,Ist normal das es mal Streit gibt, aber wenn wir uns streiten hat ja jeder sein eigenes Zimmer auf das wir uns zurück ziehen können.“ Gesagt getan, nachdem unsere Eltern ihr okay gaben zog ich bei ihr ein.

Am Anfang war auch alles tolli, ihre Mama versorgte uns wie ich es von zu hause nicht gewöhnt war und auch auf der Arbeit lief es ganz gut, hier und da stressige Kollegen, aber klar die hat man immer mal, ich war nach wie vor wissbegierig und freute mich auf jeden Tag den ich erneut im OP stand.und lernen konnte, lernen gab mir ganz neue Dimensionen und machte auf einmal Spaß im Gegensatz zur Schulzeit. Abends war ich immer beim Pferd den 2x pro Woche stand Manschaftstraining auf dem Plan,und das erste Turnier folgte, nach wie vor glücklich ….


                                     


März:


Im März nahm mein Glück ein jähes Ende, mein Pferd wurde krank und begann zu lahmen, mein TA konnte keine genaue Diagnose geben und so mussten wir 2 Wochen schritt führen.

Am Ende dieser zwei Wochen bockte meine Stute so los das sie sich dabei das Bein gebrochen hat und sie notfallmäßig zur OP in eine Pferdeklinik kam.

Sie wurde operiert und verbrachte dort 2 Wochen, ich war am Boden zerstört, ich wußte nicht ob sie es schaffen würde , ob ich sie je wieder reiten könne … ich wußte nicht ob und wie es mit uns weiter gehen sollte, dazwischen waren die ewigen Streiterin mit meiner ,,besten Freundin“ die mittlerweile täglicher Alltag waren, wir redeten aneinander vorbei, und eigentlich hatten wir uns auch nicht mehr wirklich viel zu sagen, bis sie mich raus schmiss, dann zog ich wieder ein , so ging das ein paar mal hin und her...

Ihre neue , oder schon wieder oder war es die ganze Zeit die immernoch beste Freundin versuchte Keile zwischen uns zu treiben, erzählte Geschichten über mich und stellte Behauptungen auf, was ich über meine angebliche Beste Freundin erzählt haben sollte...

Eigentlich müssten mir schon da die Augen auf gegangen sein … aber oft bemerkt man die Scheiße erst wenn man schon rein getreten ist … meine angebliche beste Freundin glaubte natürlich ihrer, was auch immer, und so stritten wir mehr als alles andere ….

Ich versuchte mit ihr zu reden, aber vergeblich, letztendlich wurde es mir egal, den die Sorgen um meine Prinzessin waren mein Primäres Problem und trotzdem erwartete auch im OP und in der Notaufnahme wo ich mittlerweile auch war jeder volle Konzentration von mir …

Fazit: Fassade wahren ist nicht leicht …


April:


Im April sollte mein Geburtstag sein , aber mir war nicht nach feiern zumute.

Ich nahm meine Geschenke zwar dankend an und habe mich auch gefreut, jedoch habe ich für sogenannte Freunde keine Party veranstaltet und auch für die Verwandten nicht.

Meine Gedanken kreisten nach wie vor um mein verletztes Pferd und ob sie wohl wieder gesund werden würde, sie hatte immernoch absolute Boxenruhe und fand dieses mehr als scheiße.

Das gute war, mittlerweile war ich auf der Intensivstation und dort gefiel es mir am besten, ich arbeitete viele Nachtschichten so das ich den Tag am besten verschlafen und damit an nichts denken konnte.

Auf der Arbeit konnte ich meine Fassade gut wahren und fand Zeitweise wieder mehr Spaß an meiner Ausbildung und habe mich auch wieder mehr auf die Patienten konzentriert als mich von meinen Gedanken in die Irre führen zu lassen.

Mit dem April neigte sich auch das Praktikum dem Ende zu, ich war mir nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finden sollte, den hatte ich im großen und ganzen in der Zeit doch viel lernen können und viel Spaß gehabt, aber endlich wieder zu hause wohnen war doch eine schöne Aussicht...



Mai:


Am 9ten Mai endete mein Praktikum, ich besuchte noch einmal alle Abteilungen um mich für die Zusammenarbeit und das gelehrte zu bedanken, aber ich war auch froh, hatte ich doch durch viele Überstunden erreicht das ich den Rest des Mai's frei hatte.

Ein paar meiner Schulkollegen hatten noch mehr Überstunden als ich und schon im April frei, allerdings gab es auch welche die den kompletten Mai noch durch ziehen mussten.

Ich freute mich ein wenig auf die Schule, auf den Unterricht und den Erfahrungsaustausch.

Ab und zu fuhr ich ein paar Freundinnen auf Turnieren begleiten, aber richtig glücklich machte mich das letztendlich nicht , im Gegenteil es machte mich traurig, nur mitkommen und auf Dauer TT spielen ist eben doch etwas anderes als selber reiten.

Wir waren zum Nachröntgen in der Klinik aber gut sah es nicht aus, wir sollten nochmal 2-3 Monate Boxenruhe anhängen und danach nochmal kommen.

Ich war enttäuscht , wütend und traurig.

Das positive am Mai? Ich bekam ein neues Pferd, es war nicht mein Pferd, es war ein Berittpferd, aber immerhin zur Abwechslung mal wieder ein reitbarer Untersatz.

Wir übten, hatten aber Probleme uns aufeinander ein zu lassen da ich sie zu sehr so ritt wie ich es von meinem Pferd gewohnt war und die Kommunikation bei und wollte einfach nicht klappen.

Juni:


Der Juni wurde nicht unbedingt besser, ich übte weiter mit dem neuen Pferd und unser Ziel waren einige A & L Springen und evtl. auch ein paar Starts in der Vielseitigkeit.

Zwischendurch gab es bei meiner Stute wieder neue tiefs mit Koliken und Streit am Stall mit Mitreiterinnen, was die Stimmung auf Dauer nicht gerade besserte...

In der Schule fehlte mir die Konzentration und der Antrieb, ich beschäftigte mich lieber damit Lyrics von traurigen Liedern in meinen Timer zu malen als dem Unterricht zu folgen.

Dazu kam das ich mich in der schlechten Phase mit meiner Teampartnerin stritt, so das dass auch als Klassensprecherin kein all zu tolles Licht mehr auf mich warf.

Ich fing immer mehr an andere für mein missratenes Leben verantwortlich zu machen und hasste mich gleichzeitig immer mehr und war kurz davor mich, meine Ausbildung und auch mein Pferd auf zu geben.

Es gab auch wieder Tage wo ich fröhlicher war und oft weg ging, aber letztendlich war es doch mehr Fassade und meine Gedanken kreisten um negative Dinge...

Juli:


Im Juli waren endlich Ferien und ich nahm mir die Zeit um mit dem neuen Pferd eine Freundin zu besuchen und um endlich Urlaub und Abstand voll allem zu bekommen.

Der Juli , die Urlaube und die Sonnentage waren schön, aber meine Gedanken wurden getrübt, da mir mein Pferd leid tat wie sie immernoch in der Box stehen musste und nur zum Grasen ab und an raus durfte ...ich spielte mit dem Gedanken sie zu erlösen und mich vielleicht gleich dazu, den ich war schuld.


August:


Auch im August waren noch Ferien und einen teil der Zeit verbrachte ich mit meinem neuen Freund.

Wie sich schnell herausstellte war mein Freund einer der zu der Sorte gehörte die man lieber nicht haben wollte, es stellte sich heraus das er gewalttätig, chronisch eifersüchtig und chronisch von sich überzeugt war, mich überwachen ließ und meine Freunde über mich aus fragte. Bis es letztendlich zur Regelmäßigkeit wurde , das wir stritten, schrien , er mich anfing zu schlagen bis ich fast bewußtlos war und zu guter letzt sogar mehrmals vergewaltigte , mich dabei festhielt und schlug

Nicht gerade das was man eine vertrauensvolle Beziehung nennen kann...

Ich versuchte viel zu lernen denn im September stand das Staatsexamen an, aber durch Pferd und Freund fehlte mir Konzentration und Motivation.

Die Prüfungstermine rückten immer näher und keiner, mich eingeschlossen, glaubte so recht daran das ich es schaffen würde...

Durch zusätzliche Missverstände mit dem Vorstand im Stall ergaben sich auch Streiterein mit den eigentlichen Besitzern meines Berittpferdes, so das im August hin zu kam das dass Pferd von den Eigentümern wieder abgeholt wurde und ich mein Pferd in einen anderen Stall um stellte.

Dazu kam das meine angebliche Ex Beste Freundin , mich belogen, verarscht , ausgenutzt und manipuliert hatte und mir das erst jetzt langsam so richtig auf ging und trotz allem war ich so dumm und wollte es nicht wahr haben.

September:


Nun stand das große Staatsexamen an , es bestand aus 5 Prüfungen:

1x schriftlich

3x praktisch, innere Notfälle (unser Fallbeispiel war Lungenembolie), Chirurgische Notfälle ( unser Fallbeispiel war eine Beckenfraktur , und eine Reanimation nach dem aktuellen ACLS

und 1x mündlich.

Vor der mündlichen hatten alle am meisten Angst ….

Ich habe es doch tatsächlich geschafft 2 Tage lang vorher zu lernen... vorher hat mein Freund mich einfach nicht gelassen, nicht das er alleine Schuld wäre natürlich habe ich mich auch ablenken lassen … ganz schön bescheuert oder? Neuer Tiefpunkt … -.-

Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet zu bestehen, von daher erzählte ich meiner Familie gar nicht erst von dem Prüfungstermin, die wußten nur irgendwann im September...

Da ich dem versagen geweiht war und mit Sicherheit nicht bestehen würde und mein Pferd immernoch krank war und ich immernoch nicht wußte ob sie wieder wird, malte ich mir voller Frohsinn meinen Tot für den 11.09.09 aus, hätte doch irgendwie was poetisches oder?

Ich überlegte mir in Gedanken die Worte für meinen Abschiedsbrief, aber verwarf den Gedanken schnell wieder, den letztendlich gehen meine geheimsten , tiefsten und innersten Gedanken und das warum doch niemanden was an oder?

Ich hatte bestanden , keiner hatte damit gerechnet das eine fette Versagerin wie ich besteht aber nun war es so und ich war noch auf der Welt, aber warum?

Dazu kam das ich die Überwachung von meinem Freund die am 10.09 ihren Höhepunkt fand nicht mehr aushielt und mich kurz darauf von ihm trennte. Gute Entscheidung dachte ich, falsche sagte er.

Er sagte er habe Schluß gemacht, und es wird mir leid tun und er würde mich fertig machen.

Die Variante entsprach nicht wirklich einer Logik, weil wenn er Schluß gemacht habe müsste mir ja nichts leid tun, aber bitte für die offizielle Variante: Er hat mich abserviert.

Tage folgten in dennen er mir beleidigende und demütigende sms'en schrieb, auf der anderen Seite kam er zum Stall und brachte Briefe und Teddies die ausdrücken sollten das es ihm leid tat.

Vergebens Herz und Vertrauen waren gebrochen.

In der Zwischenzeit verbündete er sich mit meiner Ex besten Freundin um mich fertig zumachen, stand nachts um 2 vor unserer Haustür um zu überpüfen was ich mache und folgte mir und anderen Freundinnen auf's Stadtfest um mich weiterhin zu überwachen.

In der Zeit überlegte ich ob meine Ex beste Freundin überhaupt jemals eine Freundin war...

Es war mir egal, ich hatte zwar bestanden, aber das milderte meine Todessucht nicht im geringsten...


Oktober:


Da ich nicht wirklich damit gerechnet hatte das Staatsexamen zu bestehen hatte ich auch keine Bewerbung geschrieben, weil ich geplant hatte um diese Zeit schon längst nicht mehr zu existieren.

Also musste ein Job her und ich fand auch schnell einen 400,-€ Job in einem Sonnenstudio mit einer super zickigen Chefin, aber sollte mir egal sein, sollten ja nur 2 Tage pro Woche sein …

Meine ES die sich schon durch's ganze Jahr zog mit fasten, Sport und Fressatacken fand in diesem Monat einen neuen Höhepunkt, ich surfte schon lange über Pro-Ana Seiten und war längst eine von ihnen, aber bis jetzt nur hinter dem Bildschirm.

Ich liebte die Ana-Disziplin, die Ana-Briefe und die Ana-Einstellung, dünn und schön ist wichtiger als Gesund! Und so fand ich schnell ein neues Lebensmotto, ich tauschte No Risk – No Fun , kurzerhand in Thin Thinner the Thinnest, Skinny Bitch, Once on the lips forever on the Hips und mein Lieblingsmotto, a'la Kate Moss ( allersings bevor sie es öffentlich geäußert hat!) :

Nothing taste as good as thin feels und recht hat der Spruch.

Der Höhepunkt meiner Ana Einstellung fand sich dann diesen Monat darin das ich mich erstmal in einem Ana-Forum anmeldete und ich war überascht wie viele nette Mädels es dort gab und wie verschieden und doch wie gleich wir uns manchmal waren.

Schnell lernte ich neue ,,Freunde“ kennen, die mir wichtig wurden und mit dennen ich nicht nur über Ana, Kalorienzählen & Co sprachen, jeder hatte Probleme auf seine Art und weise, jeder hatte sein Päckchen zu tragen … auch ich den trotz allem ließen sich Suizidgedanken nicht abschütteln.

Ana schien mir Kraft zu geben, ich traf mich öfter mit den Mädels vom neuen Stall und wollte dünner werden, das klappte auch mit Fasten und Joggen und Disziplin endlich mal richtig gut und so nahm ich schnell 3kg ab in 6 Tagen! Ermutigt vom Erfolg machte ich weiter und wurde mehr Ana als ich früher je wollte oder es mir zu träumen gewagt hatte, aber es machte nichts, ich wollte dünn werden und das um jeden Preis.

Mit dem Pferd schien es bergauf zu gehen, beim Nachröntgen diesen Monat's sagte der Arzt wir dürfen mit leichtem Aufbautraining anfangen, schritt und Trab 45min.

Ich freute mich und fasste ein bisschen neuen Mut.



 



November:


Der November begegnete mir kalt, grau und trist. Familienstreiterein häuften sich und meine der Geburtstag von meiner Mutter nahte auch noch.

Ich wollte an dem Tag lieber nicht anwesend sein, da ich die Schande der Familie bin, der ewige Streitpunkt und die ewige fette und ich nicht wollte das ihr Festtage mit Streit endete erklärte ich ihr das in einem Brief und verzog mich für den gesamten Tag in den Stall.

Der Brief stimmte meine Mutter traurig und nachdenklich und sie musste weinen, das hatte ich nicht gewollt, ich wollte nur das sie mich vergisst, das sie vergisst das sie eine Last wie mich hat, aber das sie weint war nicht meine Absicht und so fühlte ich mich beschämt.

Weihnachten rückte immer nähe und damit auch mein Kampf mit den Kilo's.

Fight for size Zero, war gerade das aktuellste Motto , Sprüche wie : Only what I want is striving for perfection , you loose fat ugly bitch , perfect ist beautiful and beautifulis perfect, Fat bitch want to be thinn or die, bestimmten meinen Tagesablauf , aber ich fand das gut.

Thin Thinner the Thinnest war mein neues Ziel.

Kurz vorm Dezember am 27.11 erreichte das Jahr einen neuen Tiefpunkt, mein Pferd lahmte wieder zwischendurch und es ging 1 Schritt vor und 3 Schritte zurück.

Bei einem Megastreit mit meiner Mutter schrie diese mich an, das sie mich hasse, wie soetwas ekliges wie ich aus ihr jemals herausgekommen sei würde sie nicht verstehen, sie bereut es mich gekriegt zu haben, ich kann nichts, ich bin fett, aus mir wird nichts , ich bin dumm das es stinkt und ich kann mich um niemanden kümmern um meinem Hund würde ich mich nicht kümmern und ich soll mir mein Pferd angucken, innerhalb von einem Jahr hätte ich es zum Krüppel gemacht, ich dachte kurz nach und recht hatte sie doch . Ich war Schuld an dem Unfall ich kann nichts und bleibe ewig ein Looser, lange ohne Ritzen klar gekommen ( außer 1x im Sommer) war es alles was ich jetzt wollte, ich hatte das Gefühl all de Schmerz nicht mehr aus zu halten und auf der anderen Seite doch gar nichts zu spüren, erst ihre Worte machten mir klar was ich war, ein nichts ein niemand, ein Zukünftiger Hartz vier Empfänger der dem Staat auf der Tasche liegt, eine fette eklige Frau, ich hätte mich am liebsten selbst an gekotzt und so schnitt ich mir 9x in den linken Arm mit einer Scherbe, tiefer als sonst, aber es tat gut, das Blut floß in Strömen meinen Arm herunter und verteilte sich schnell auf Schreibtisch und Teppich, was ich damit begründete das ich die letzten Tage vorher oft Aspirin genommen hatte …

Ich war fertig mir war alles egal ich wollte nur noch sterben und weinte bitterlich und dann meinen Entschuluß gefasst das alles keinen Sinn hat, meine Mutter recht hat und ich und mein Leben ein nichts sind, aber vorher musste ich arbeiten, auf der Arbeit malte ich Bilder von meinem Grab und wie ich von eine Brücke Sprang, den das war mein Plan, Pulsadern anritzen und dann von zu hause zur Autobahnbrücke laufen ( ist nicht sooo weit) und runter springen und alle sollen mich bloß vergessen...

Vergeblich …. ich habe im Ana-Forum eine ganz besonders tolle Person kennengelernt , eigtl. Müsste ich sagen das ich ihr danken müsste, weil sie mir quasi mit dem langen Telefonat und dem vielen schreiben das Leben gerettet hat, und im Prinzip bin ich ihr auch dankbar,irgendwie … aber letztendlich ist das Problem das all das mich für den Moment gerettet , aber meine Suizidgedanken nich begraben hat ...

 

Dezember:


Mit dem Dezember rückte auch Weihnachten immer näher, was meine Depressionen nicht gerade zur Ruhe kommen ließ.

Ich musste viel arbeiten, da fast alle Kolleginnen krank waren und war viel im Stall bei meinem Pferd, aber glücklich machte mich das nicht den wir machen immernoch einen Schritt vor und drei zurück und so wie es aussieht muss sie im Januar auf alle Fälle noch einmal in die Klinik …

Beginnt 2010 also genau so wie 2009?

Zwischen Arbeit, Stall, FA & Abnehmstress, lag auch der Dauerstreit mit meiner Oma, die mir immerweider sagt was für ein Miserabler Mensch ich bin, ich bin fett, kann mich nicht benehmen, bin eine Schande für die Familie, habe das Fachabi 2008 nicht geschafft , alle anderen in der Familie sind Abiturienten nur ich bin so eine Schande und so eine Versagerin , aus mir wird nie etwas, immer muss sie sich um mich Sorgen machen , wenn sie mal einen Herzinfarkt erleidet bin ich da Schuld dran usw usw usw das alles 300x am Tag …

Das sorgte recht schnell dafür das ich mich im Dezember gleich nochmal geritzt habe, dieses mal 18 Schnitte, aber feiner, nicht so tief und trotzdem wieder todessucht...

An anderen Tagen wo wir uns stritten verspürte ich ebenfalls den Wunsch mich zu ritzen, aber es ging nicht da ich arbeiten war oder so, einmal kam das Blut durch den Pulli und ich musste das verstecken, aber auch das machte mir wieder Lust auf's ritzen, es war wir ein Junkie der seine Drogen brauchte...

Ein Wochenende flog ich nach München um bekannte zu besuchen, ich erzählte nichts von meinen Problemen aber dennoch war der Abstand und die kleine Auszeit schön.

Weihnachten kam wie immer schneller als ich es wollte, aber ich hatte alle Geschenke rechtzeitig zusammen, auch an Weihnachten wurde mir wieder vorgeworfen das ich die Schande der Familie sei, nichts richtig mache und wenn Nachts Leute bei uns anriefen war das auch meine Schuld, klar die melden sich ja auch vorher bei mir an -.- Eigtl. Was das Weihnachtsfest schön und ich freute mich über die Harmonie und die Zeit mit meiner Mama, bis zum Streit, auslöser war wie so oft Oma....

Naja die Vorwürfe stehen oben dazu kam das meine Oma der Meinung war, da ich ja ein nichts bin und nicht sparen kann und alles nur für mich ausgebe hätte ich bestimmt mit einem Mann ne Nummer geschoben der mir Geld für Geschenke gegeben hat... und der Rest wie eh und jeh.. Streit , Streit , Streit und ich, wenn ich mich gegen schwachsinnige Argumentationen von alten debile Menschen wehre, die Schuldige, egal wenn interessierts.

Ich bereute an Weihnachten doch nicht zu meiner Freundin nach Berlin gefahren zu sein ohne etwas zu sagen und überhaupt bereute ich zu leben und mich meiner Freundein A.<3 aus dem Forum vom Suizid abhalten lassen zu haben …

Weihnachte Endete für mich Tränenreich abends in meinem Bett, wieder wollte ich mich ritzen, wieder mit dem Vorhaben so tief das ich verblute... Mama kam an dem Abend noch oft rein, so das es mir nicht möglich war … das gute nach einiger Zeit verspürte ich nicht mehr den Drang, danke Mama.

Der zweite Weihnachtstag verging bei anderen Verwandten genauso Harmonieheuchelnd wie der erste..das beste an allem ist, das niemand und auch wirklich niemand aus meiner Familie weiß wie ich wirklich fühle und denke, wäre ich Weihnachten tot oder nicht da gewesen , wollten sie zwr wissen warum, aber es mit dem Herzen verstehen zu wollen, das ist etwas anderes.


Dabei fällt mir der Tot von R.Enke ein, das warum kann ich gut verstehen, nur die Menschen nicht die sagen er hätte reden sollen.

Es gibt niemanden der einen mit Suizidgedanken versteht, ja man will wissen warum, aber niemand will wissen warum der Mensch so denkt , was ihn bringt das als einzigen Ausweg zu sehen und mal von Enke abgesehen, alle fragen sich hinterher immer warum und viele machen sich Vorwürfe, aber Anzeichen gibt es oft genug , auch bei mir, nur sehen will sie keiner.

Und das ist das schönste und einfachste eine Fassade aufrecht erhalten die niemand durchbrechen kann, wo nur man selbst weiß was sich dahinter befindet!

Weil niemand einen wirklich verstehen will, nichmtal Psychologen, das ist deren Job, aber hey würden die sich in ihrer Freizeit und aus reiner Nächstenliebe Probleme anderer oder irgendwelcher Psychos anhören? Bestimmt nicht!

Von daher weiterhin einen schlönen Mittelfinger an den Rest der Welt and a happy new year!


Eure Sarah Sky

 


PS: Was ich von 2010 erwarte? Auf der einen Seite habe ich Angst vor der Zukunft und weiß das niemand da ist der mir helfen will oder wird , auf der anderen Seite will ich es meiner Scheiß Familie ezigen das ich alles kann, ich kann 50kg wiegen und schön sein und wenn ich verrecke bei dem Versuch, aber mir fehlt die Unterstützung … der oder die die mich zu allem antreibt.. am liebsten meine Mama aber a) würde sie es nieee verstehen, sie ist ein wunderbar bescheidener Mensch die niee verstehen würde weswegen man das Geschenk des Lebens beeden will und b) hat sie genug eigene Probleme und ich bin eins dazu , da will ich ihr nicht noch mehr machen....

Ich glaube nicht mehr daran das aus mir im Leben etwas wird, geschweige den daran das meine Prinzessin gesund wird, also was sollte einen hier noch halten?

Die Familie die ich immer weiterhin enttäusche? Wohl kaum.

Von daher hoffe ich eigentlich eher inständig das ich bitte bitte endlich endlich den Mut und die Kraft dazu habe alles zu beenden damit mich endlich alle vergessen können und ich für niemanden mehr eine Schande sein muss!!! Fuck off